Meine Lehrmeisterin war Tante Mila.
Wie oft habe ich dies Buch gelesen?
20 mal oder gar 30 mal?
Meine erste Wohnung habe ich mir vom Sperrmüll zusammengesucht,
die ersten Bilder waren selbstgemalt oder Collagen aus Postern und
Zeitschriften. Gekocht wurde Suppe aus Mehl und Pfeffer, wenn das Geld
nicht reichte und auch an Ausreden mangelte es mir nicht.
Heute ist dieses wahrhaft unkonventionelle Buch wohl weitgehend unbekannt.
Die Zeit hat es schlichtweg überholt, heute erscheint Tante Mila vielleicht sonderlich und seltsam altmodisch,
aber sie war in ihrer Zeit feministisch, selbstbestimmt, humorvoll und sich nicht zu
schade, ungewöhnliche Lösungen zu erdenken.
Ich kann mir nicht helfen, aber oft habe ich den Eindruck, dass ihre Erben
auf verlorenem Posten dastehen oder sich dem Establishment angeschlossen
haben.
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