Es ist soweit, die Holunderbeeren sind reif.
Gestern habe ich reichlich gepflückt - mit einem fleißigen Helfer zusammen, der die besten Dolden ausfindig gemacht hat.
Bis spätabends habe ich drei einhalb Pfund Hollerbeeren abgenippelt.
Das ist weit mehr, als ich eigentlich haben wollte, daher habe ich halt bis spät in die Nacht gestanden.
Nebenbei bemerkt, für solche Arbeiten ist mir die Nacht am liebsten.
So backe ich auch Plätzchen grundsätzlich nachts.
Da kommen dann die Welt und ich zur Ruhe.
Weil die Beeren hier so unterschiedlich reif werden - einige Beeren sind noch grün, andere vollreif, andere werden schon wieder schrumpelig - muss man sehr genau arbeiten, denn nur die besten Früchte sollen zum sagenumwobenen Hollerschluck meiner Vorfahren verarbeitet werden.
Eine Art Likör, der heilt und stärkt, ermuntert und ermutigt, in dem der gute Geist des Hollunders wirkt.
Ein Grund mehr, in Dunkelheit und Stille zu arbeiten.
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