Es geht weiter mit der Veganerei.
Aber eines vorweg: wir leben in einer Kulturlandschaft.
Das ist etwas anderes, als eine Naturlandschaft.
Denn die Kulturlandschaft wurde durch den Menschen geprägt und wird durch den Menschen erhalten. Eine Kulturlandschaft ohne menschliches Zutun wird wieder zu einer Naturlandschaft, allerdings dauert das Jahrhunderte, zum anderen wird durch Menschenhand die Kulturlandschaft in einer Art Gleichgewicht gehalten, während eine Naturlandschaft das selber schafft.
Bis sich das Gleichgewicht in einer, sich von der Kulturlandschaft zur Naturlandschaft entwickelnden Gegend einstellt, vergehen (wie schon erwähnt) Jahrhunderte - falls das heute überhaupt noch möglich ist, weil viele Tiere und Pflanzen schon ausgestorben sind. Diese Präambel mag umständlich klingen, ist aber nötig, um zu verstehen, worauf meine Gedanken basieren.
So, fangen wir an:
Rinder rülpsen und pupsen Methan aus.
Damit tragen unnatürlich große Rinderherden zum Klimawandel bei.
Weiterhin werden viele Rinder nicht artgerecht gehalten und von Tiertransporten zum Schlachthaus sprechen wir besser gar nicht.
Zudem wird für neue Rinderherden, die für Burgerketten und andere Fleischverbraucher gezüchtet werden, Regenwald geopfert.
Von daher ist es richtig, den Konsum von Rindern drastisch zu reduzieren.
Weiter Produkte vom Rind sind Leder für Schuhe, Kleidung, Möbel, Tierfutter, Leim, Farbe, Milch nebst div. Derivate, Geschmacksstoffe und bestimmt vieles, was wir gar nicht wissen wollen.
Wer vegan lebt, verzichtet auf Rinderprodukte, soweit so gut.
Aber was passiert, wenn kein Rind mehr verarbeitet wird?
Erstmal werden Weideflächen wieder zu Wald - das ist wohl der beste Fall.
Wahrscheinlicher ist aber, dass viele Flächen zu Acker umgewandelt werden, um Zucker und Mais zur Energiegewinnung anzubauen. Ob das gut ist, lassen wir mal dahingestellt sein.
Weiterhin werden nun Produkte, die vormals aus dem natürlichen Werkstoff Leder gefertigt wurden, aus Plaste hergestellt. Damit sind wir wieder beim Öl.
Rohöl besteht aus fossilen Pflanzen und wahrscheinlich auch Tierresten.
Ist also nicht vegan, im Sinne von vegan.
Aber die sind schon lange tot, ist das wirklich zu vernachlässigen (?).
Jetzt gibt es aber keine Rinder mehr - nebenbei bemerkt, werden die wohl aussterben, wenn die keiner mehr geldbringend züchten kann.
Aber die weggefallenen Weideflächen sind dann auch für andere Tiere, die freie Grasflächen, brauchen verloren.
Denn auch freie Rinder- oder Pferdeherden sind bei uns nicht mehr vorhanden.
Vögel, Insekten und Kleinsäuger sterben in dieser Folge. Damit haben auch andere Tiere wieder weniger Nahrung, Fledermäuse, Spinnen, andere Vögel - alle haben weniger auf dem Speisplan und - sterben evtl. auch.
Wiesen, Freiflächen und Brachland werden benötigt.
Die wird aber kein Bauer vorhalten, der damit kein Geld verdient.
Unter uns gesagt - die müssen auch von etwas leben. Tun sie es nicht, haben wir bald keine Essen mehr, weder vegan noch nicht vegan.
Somit stelle ich in Frage, ob ein totaler Verzicht auf Rinderhaltung alle Probleme lösen wird.
Aber ich habe noch mehr auf Lager.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen